Nein, es war kein Ueberfall, kein Einbruch...

 

Leuggern (hm), 5. Dezember, 21.30 Uhr

 

Der Männerchor sang gerade das letzte Lied der Probe, als ein gewaltiges Klopfen und Rumpeln an der Türe des Probelokals zu hören war. Abrupt verstummte das Lied und alle starrten zur Türe. Was war das, ein Einbruch oder gar ein Ueberfalls-Versuch??

 

Da öffnete sich die Türe, der Samichlaus trat herein und stellte sich vor die Sänger. Ich habe auf meinem Weg durch Leuggern Gesang gehört, und wo gesungen wird, da herrscht Freude, da zieht es mich hin.

Aber was für schöne Lieder singt Ihr denn, fragte er? Der Chorleiter antwortete: Weisst Du, wir proben für das Konzert im nächsten Jahr. Es sind beschwingte, rassige Lieder, welche das Herz der Besucher erfreuen werden. Sehr gut, sagte Samichlaus, aber jetzt schaue ich, ob welche Notizen über den Männerchor in meinem Buche stehen. Tatsächlich fand er Einige. So gab er dem Chor und dem Dirigenten etliche Ratschläge, lobte aber auch Alle welche für den Chor gut gearbeitet haben. Der Präsident fragte den Samichlaus:

Wo hast Du denn den Schmutzli und den Esel? Ja weisst Du, antwortete er, die Beiden werden auch älter, manchmal bleiben sie im Walde einfach stehen und ruhen sich aus. Dann muss ich sie mit meinem Signal-Horn wieder rufen. Und schon entnahm Samichlaus aus dem Sack sein Signal-Horn, eine kleine Trompete, und spielte die schöne Melodie „Santa Lucia“.

Der weisshaarige, alte Mann spielte so perfekt, sodass er tosenden Beifall erhielt.

Der vermeintliche Ueberfall oder Einbruch endete dann im nahen Café-Restaurant mit einem Inbiss, in kollegialer Männerchor-Runde, begleitet von ein paar Liedern!

 

Vielen Dank, Samichlaus!

 

N.B. Männer, ob jung oder alt, welche Freude am Singen haben, sind herzlich eingeladen, bei uns während einer Mittwoch-Probe, „rein zu schnuppern“.

 


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Reisebericht der Vereinsreise vom 20./21.10.18 erschienen in der Botschaft vom 27.10.18
Eine erlebnisreiche Vereinsreise mit zahlreichen architektonischen und technischen Eindrücken.
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Konzert vom 28. April 2018 in der Kirche Leuggern                                           

Der Männerchor zeigt sich in Höchstform

Der Männerchor hat zu einem vielversprechenden Konzertabend eingeladen. Es sei vorweg-genommen: Die Versprechungen wurden mehr als erfüllt. Das Publikum durfte in der Kirche St. Peter und Paul einen hervorragenden Abend geniessen. Nach dem Einmarsch der 36-köpfigen Formation zu Klavierklängen wurde derAbend mit dem Einzugsmarsch aus dem«Zigeunerbaron» von Johann Strauss eröffnet. Moderator und Sänger Othmar Vogel hielt in seinen ersten Worten fest,dass das Singen mit grösster Wahrscheinlichkeit beste Heilwirkung habe und ein Jungbrunnen sein soll, dies jedoch ohne Gewähr. Doch die «jugendlichen» Männer bezeugten dies deutlich. Beim Üben könne das Singen sogar Nachbarn erfreuen.Diese Worte passten denn auch zumnächsten Stück, «Schenk mir noch eineStunde» von Udo Jürgens. Danach stand schon einer der Höhepunkte an. Wie jedes Jahr ist jeweils ein Gast mit von der Partie. Wie vor zwei Jahren konnte die Sopranistin Judith Imhof zum Mitmachen bewogen werden. Mit dem Stück «Don’t cry for me Argentina»von Andrew Lloyd Webber erntete sie tosenden Applaus von den vielen Zuhörern. Nachdem der Chor mit «Conquest of Paradise» von Vangelis zu begeistern wusste, stand die Solistin bereits wieder auf der Bühne. Aus «Frauenliebe und -leben» von Robert Schumann präsentierte sie drei Einzelteile, wiederum hervorragend. Auch der Auftritt der Kleinformation des Chors mit neun Sängern, die zunächst«Im Abendrot» von Franz Schubert zum Besten gab, war ausgezeichnet.Dass die Sänger bestens auf diesenAuftritt durch ihren musikalischen LeiterChristian Seidel vorbereitet worden waren, zeigten sie im mit vielen Rythmuswechseln gespickten Stück «Nachtgesang aus dem Walde» von Franz Schubert– einfach spitze!«Das Rosenband» von Richard Strauss bildete den letzten Soloauftritt der SopranistinJudith Imhof an diesem Abend,und er wurde frenetisch beklatscht.Ein Medley aus «Maske in Blau» mit fünf Liedern und einem Tenorsolo, vorgetragen von Kurt Knecht, wusste ebensozu begeistern wie das Intermezzo, «Bethena», von Dirigent Christian Seidel amKlavier vorgetragen. Das Konzert-programm umfasste nicht nur klassische Stücke. Auch ein Medley mit drei Ohrwürmern amerikanischer Folksongs, begleitet von Willi Siegenthaler mit der Mundharmonika, verfehlte seine Wirkung beim Pub-likum nicht. Nach einem weiteren Auftritt der Kleinformation,der in Gedanken sogar Staub aufwirbeln konnte mit dem Stück «Da Doo Ron Ron», wähnte man sich in der Prärie.«Oh, Susanna» von Stephen Forster und zum Finale das «Halleluja» von Oschrat/Orr bildeten den eigentlichenSchluss des musikalischen Abends – wären da nicht die mit anhaltendem Applaus geforderten Zugaben gewesen. So wussten die Sänger die zufriedenen Besucher unter anderem mit einem Ausschnitt aus Nabucco von Giuseppe Verdi nochmals zu begeistern. Am Ende dieses Konzerts durfte man sagen, einen Abend lang Chormusik vom Feinsten genossen zu haben.